Ihr Lieben,
ich lebe noch (leider?).
Aber in den letzten Tagen sind Zweifel und Zerrissenheit völlig übermächtig geworden.
Die Waage sagte 52,8 Kg, irgendwann Anfang der Woche.
Warum will ich abnehmen?
Warum will ich NICHT abnehmen?
Wie will ich abnehmen?
Ja, ja, ja, das böse A*** Wort.
Alles dreht sich darum.
Ich esse.
Immer noch.
Schon wieder.
Verlassen, so fühle ich mich.
Allein gelassen.
Dumm
Fett
So viele Worte schwirren durch meinen Kopf.
Warum sieht mich niemand?
Auch nicht die Menschen, die mir am nächsten sein sollten.
Abnehmen, mich unsichtbar machen, um endlich gesehen zu werden.
Es ist so traurig.
In der Therapie sagte man mir damals, sie müssen nicht hungern, um anderen zu zeigen, wie schlecht es Ihnen geht.
SAGEN Sie es. Das reicht aus.
Und wisst ihr was?
Sie hat gelogen!
Eine Lüüüüüüüüüüüüüge war das.
Man wird nicht gehört, selbst wenn man heulend SCHREIT!!!!!!!!
SO ist das.
68 67 66 65 64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54 53 (52) 51 50 49 48 47
Donnerstag, 29. August 2013
Sonntag, 25. August 2013
Angst
Dieses Wochenende ist kein einziges Wort wert.
Angst, Panik, Respekt (nicht wirklich),Furcht...
Wie kann ein von Menschenhand geschaffenes plattes Batterie betriebenes Ding so viel in einem auslösen?
Die Waage.
20 Euro Anschaffung.
Versaut einem den Tag oder verleiht dir Flügel.
Heute hab ich sie links liegen lassen.
Morgen stell ich mich ihr wieder.
Sie wird bestimmen, wie meine Woche wird.
Krank, ich weiß.
Oder normal?
Angst, Panik, Respekt (nicht wirklich),Furcht...
Wie kann ein von Menschenhand geschaffenes plattes Batterie betriebenes Ding so viel in einem auslösen?
Die Waage.
20 Euro Anschaffung.
Versaut einem den Tag oder verleiht dir Flügel.
Heute hab ich sie links liegen lassen.
Morgen stell ich mich ihr wieder.
Sie wird bestimmen, wie meine Woche wird.
Krank, ich weiß.
Oder normal?
Samstag, 24. August 2013
Körper Kasper
+1300g!!!!????
What the Fuck!!
52,3 Kg.
Und eine zerrissene Nacht.
Drecks Scheiß, alles!
What the Fuck!!
52,3 Kg.
Und eine zerrissene Nacht.
Drecks Scheiß, alles!
Fasten Tag 2 gescheitert
Es ist 1:32 Uhr und mein schlechtes Gewissen hat mich geweckt und lässt mich hellwach im Bett liegen.
Wie in Trance bin ich gestern Abend zum Kühlschrank und habe mir 2 Brote mit Käse gemacht. Anschließend noch 500g Magerjoghurt mit Süßstoff und es musste such noch ein Twix sein.
Ich kann meine Selbstverachtung nicht in Worte fassen.
Dazu kommt, dass ich morgen zu Kaffee und Kuchen eingeladen bin.
Ich brauche einen Plan und ich muss ihn hier festhalten.
Also:
Samstag
Ich werde mir morgen ein Stück Kuchen erlauben.
Abends nur noch Flüssiges.
Sonntag
Sport machen während mein Freund Formel 1 schaut.
Essen unter 1200 Kalorien.
So.
In der Hoffnung, jetzt noch etwas schlafen zu können!
Wie in Trance bin ich gestern Abend zum Kühlschrank und habe mir 2 Brote mit Käse gemacht. Anschließend noch 500g Magerjoghurt mit Süßstoff und es musste such noch ein Twix sein.
Ich kann meine Selbstverachtung nicht in Worte fassen.
Dazu kommt, dass ich morgen zu Kaffee und Kuchen eingeladen bin.
Ich brauche einen Plan und ich muss ihn hier festhalten.
Also:
Samstag
Ich werde mir morgen ein Stück Kuchen erlauben.
Abends nur noch Flüssiges.
Sonntag
Sport machen während mein Freund Formel 1 schaut.
Essen unter 1200 Kalorien.
So.
In der Hoffnung, jetzt noch etwas schlafen zu können!
Freitag, 23. August 2013
Meine Geschichte
Ich war 15 Jahre als alles begann und mein unbedarftes Leben endete.
Ich war in der 10. Klasse, Jungs wurden interessanter und der Vergleich mit anderen Mädchen immer wichtiger.
Ich hatte eine Freundin, 173cm, keine 55 Kg, lange blonde wallende Mähne.
Und ich, klein, 163cm und fett.
Ich stieg auf die Waage, wog irgendwas um die 62 Kg.
Da kam der Zeitpunkt, an dem ich eine neue Welt erschloss, die Welt des Abnehmens, in der die Waage, die Kontrolle und die Disziplin in Diktatur regieren.
Das schöne an einer Diktatur, man muss ihr nur folgen.
Somit wurde ein Ernährungstagebuch angelegt, jeden Tag protokollierte ich das Gegessene. Anfangs musste ich die Kalorien noch nachschauen. Doch schnell wusste ich alles auswendig. Ja, ich war sehr gelehrig.
Innerhalb eines Jahres nahm ich 14 Kg ab. Doch die 48 konnte ich nicht halten. Pendelte mich zwischen 51 und 53 Kg ein.
Auch nach dem Abitur blieb besagte Freundin in meinem Freundeskreis. Mit nur einem Fingerschnippen hätte sie jeden haben können, jeden. Alle liebten diese blonde Schönheit.
Dünn sein um jeden Preis, denn dann ist man beliebt und wird geliebt, war mein Fazit.
Mit 20 Jahren zog ich von zu Hause aus.
Die Freiheit wartete auf mich und ich hatte auf sie gewartet. Der Kühlschrank in der Küche meiner ersten eigenen Wohnung, nur zur Zierde.
Immer leer.
Und das Gewicht fiel.
52,51,50,49,48,47,46,45 Kg und ich fiel auch das erste Mal.
Mit dem Kopf knapp am Rand der Badewanne vorbei.
Essen?
Warum?
Scheinbar war ich doch auf dem richtigen Weg.
Mein Umfeld begann sich Sorgen zu machen.
44,43,42,41Kg
Ich ernährte mich von Äpfeln und Orangen.
An manchen Tagen sogar nur morgens Kaffee mit 0,3% Milch.
Über Tage hinweg.
Doch die 41 krallte sich lange an mir fest.
41,41,41,41
Stagnation
40 Kg
Endstation. Klinik.
Die Hose, die diese Freundin mir mal geliehen hatte, passte nicht, sie hing an mir herunter.
Ich war dünner als sie, schon längst und hatte es nicht einmal gemerkt.
In der Klinik musste ich auf 50,5 Kg kommen.
Entlassung.
Das war 2006
Bereits 2008 erneut Therapie, stationär, ambulant mit 42,4 kg.
Wieder zunehmen.
2009, 45,2 Kg.
50 kg
Ab da hab ich mein Gewicht irgendwie gehalten, Phasen ohne Waage, in denen ich aß, was mir schmeckte.
Phasen, in denen ich der Sucht nach weniger nicht widerstehen konnte, der Einladung der Anorexie, meiner ständigen Begleiterin, folgte.
Seit jeher, ein Auf und Ab.
Dünn sein, ZU dünn sein, eine Droge, einmal konsumiert, willst du sie immer wieder.
Und nun stehe ich da, wo ich heute stehe.
Zerrissen zwischen den Stimmen, die sagen, dünn sein ist nicht das Leben.
Das Leben zieht in der Zeit, in der du alles daran setzt dich zu verdünnisieren an dir vorbei.
Verschwendete Lebenszeit, die nie wieder zurückkehrt.
Sie ist verlebt.
Aber der Körper bin ich und ich bin der Körper.
Ich will ihn so haben, wie ich es mir vorstelle.
Und die Anorexie legt ihre Finger auf meine Schulter.
Ich war in der 10. Klasse, Jungs wurden interessanter und der Vergleich mit anderen Mädchen immer wichtiger.
Ich hatte eine Freundin, 173cm, keine 55 Kg, lange blonde wallende Mähne.
Und ich, klein, 163cm und fett.
Ich stieg auf die Waage, wog irgendwas um die 62 Kg.
Da kam der Zeitpunkt, an dem ich eine neue Welt erschloss, die Welt des Abnehmens, in der die Waage, die Kontrolle und die Disziplin in Diktatur regieren.
Das schöne an einer Diktatur, man muss ihr nur folgen.
Somit wurde ein Ernährungstagebuch angelegt, jeden Tag protokollierte ich das Gegessene. Anfangs musste ich die Kalorien noch nachschauen. Doch schnell wusste ich alles auswendig. Ja, ich war sehr gelehrig.
Innerhalb eines Jahres nahm ich 14 Kg ab. Doch die 48 konnte ich nicht halten. Pendelte mich zwischen 51 und 53 Kg ein.
Auch nach dem Abitur blieb besagte Freundin in meinem Freundeskreis. Mit nur einem Fingerschnippen hätte sie jeden haben können, jeden. Alle liebten diese blonde Schönheit.
Dünn sein um jeden Preis, denn dann ist man beliebt und wird geliebt, war mein Fazit.
Mit 20 Jahren zog ich von zu Hause aus.
Die Freiheit wartete auf mich und ich hatte auf sie gewartet. Der Kühlschrank in der Küche meiner ersten eigenen Wohnung, nur zur Zierde.
Immer leer.
Und das Gewicht fiel.
52,51,50,49,48,47,46,45 Kg und ich fiel auch das erste Mal.
Mit dem Kopf knapp am Rand der Badewanne vorbei.
Essen?
Warum?
Scheinbar war ich doch auf dem richtigen Weg.
Mein Umfeld begann sich Sorgen zu machen.
44,43,42,41Kg
Ich ernährte mich von Äpfeln und Orangen.
An manchen Tagen sogar nur morgens Kaffee mit 0,3% Milch.
Über Tage hinweg.
Doch die 41 krallte sich lange an mir fest.
41,41,41,41
Stagnation
40 Kg
Endstation. Klinik.
Die Hose, die diese Freundin mir mal geliehen hatte, passte nicht, sie hing an mir herunter.
Ich war dünner als sie, schon längst und hatte es nicht einmal gemerkt.
In der Klinik musste ich auf 50,5 Kg kommen.
Entlassung.
Das war 2006
Bereits 2008 erneut Therapie, stationär, ambulant mit 42,4 kg.
Wieder zunehmen.
2009, 45,2 Kg.
50 kg
Ab da hab ich mein Gewicht irgendwie gehalten, Phasen ohne Waage, in denen ich aß, was mir schmeckte.
Phasen, in denen ich der Sucht nach weniger nicht widerstehen konnte, der Einladung der Anorexie, meiner ständigen Begleiterin, folgte.
Seit jeher, ein Auf und Ab.
Dünn sein, ZU dünn sein, eine Droge, einmal konsumiert, willst du sie immer wieder.
Und nun stehe ich da, wo ich heute stehe.
Zerrissen zwischen den Stimmen, die sagen, dünn sein ist nicht das Leben.
Das Leben zieht in der Zeit, in der du alles daran setzt dich zu verdünnisieren an dir vorbei.
Verschwendete Lebenszeit, die nie wieder zurückkehrt.
Sie ist verlebt.
Aber der Körper bin ich und ich bin der Körper.
Ich will ihn so haben, wie ich es mir vorstelle.
Und die Anorexie legt ihre Finger auf meine Schulter.
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